Mein neues Zuhause (kurze Geschichte)

 

Zu allererst möchte ich mich bei allen vorstellen. Ich bin eine Chartreux-Kartäuserkatze und am 25. August 2009 geboren, zum jetzigen Zeitpunkt (2011) fast 2 Jahre alt. Mein Name ist Karamia v. Weidelsberg und ich komme aus gutem Hause. Gleich am Anfang wurde ich ausgesucht und zog bei einer netten Familie ein. Der damalige Wohnort bzw. Aufenthaltsort sollte eigentlich von Dauer sein, was sich allerdings nach einer Weile änderte. Der Grund, warum ich noch einmal umziehen sollte, war eigentlich recht simpel und vom Verstehen ein wenig wirr. Es kündigte sich ein Baby an, welches dann auch  einzog. Für jeden war es nicht einfach und somit eine Herausforderung. 

Dennoch entschloss sich die Familie, dass ich als Katzendame ausziehen sollte. Meine Katzenmama suchte eine andere Bleibe und fand auch relativ schnell ein gutes Zuhause für mich. Der Abschied nach knapp 18 Monaten war schwer und eine lange Fahrt stand bevor. Ich war sehr aufgeregt und war am Jammern, aber niemand war da, der mir zur Seite stand. Meine neuen “Dosenöffner“ waren anders, als die, welche ich vorher hatte und eine große Umstellung stand mir bevor. Fressen, das musste ich und schlafen auch, aber anfreunden, nein das wollte und konnte ich nicht. Aber nach ein paar Tagen sah die Welt ganz anders aus und ich musste feststellen, dass ich liebe Menschen gefunden habe, die sich um mich kümmerten. Nachdem ich alles kennenlernte, fehlte mir ein Freund oder eine Freundin, zumal ich ja alleine war. Spielen und hin- und herlaufen, fressen und schlafen …, das sollte alles sein??? Hmmm … Eines Tages fuhren die Menschen wieder einmal fort und es dauerte ganz schön lange, bis Sie wiederkamen. Nur hatten Sie dieses Mal etwas dabei, was mich neugierig machte: Ein Katzenkorb wurde im Flur abgestellt! Als ich am Korb schnupperte, wurde ich sofort angefaucht. Es war schon merkwürdig, was man mir da präsentierte. Es war ein Katzenbaby. Jetzt war ich schon so alt und dachte, da ist eine Freundin oder Freund im Korb, aber nein … ein kleines Kitten ohne Mutter, Bruder oder Schwester. Ich war einfach platt! Ich ging sofort auf Abwehr und wollte mich so präsentieren, dass ich die Chefin bin! Niemand anders sollte hier das Sagen haben, jedenfalls nicht so ein kleiner Zwerg. Langsam lernten wir uns aber kennen und wurden schließlich doch beste Freunde:)